Der natürliche Folgetrieb besteht etwa bis Ende des 4. Monats. Diese Zeit kann optimal zum Üben eines Rückrufes genutzt werden.
Für den Anfang kann man kann eine kleine Rappeldose (Filmdöschen etc.) fertigen. Diese ist mit Lecker gefüllt. Sie wird ihm gezeigt, gerappelt, er darf aus der Dose fressen. Das macht man ein paar Mal, dann kennt er das Geräusch
Damit kann man ihn "rufen". Wenn er gerade wegläuft möglichst nur zur Not, sonst könnte er verknüpfen: weglaufen - rappeln - lecker. Damit "rufen", wenn er nicht gerade wegläuft.
Das ist nur eine kurzfristige Zwischenlösung, bis das eigentliche Training greift.
Vorausschauend gehen. Wenn die Ablenkung näher bei ihm ist als der Mensch, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass sie interessanter ist.
Bei Wildsichtung oder dem beliebten Fasanengeräusch sofort Lecker rausrücken, egal was der Hund gerade macht. Die Verknüpfung Wild - zum Menschen umwenden - Lecker sollte idealerweise entstehen BEVOR der Jagdtrieb erwacht.
Auf dem Spaziergang oder auch zuhause ganz oft üben. Nach der Belohnung auf jeden Fall wieder laufen lassen. Er sollte von 10 Mal Rufen höchstens einmal angeleint werden um an der Leine zu bleiben.
Auch das Angeleint-Werden immer als etwas ganz Tolles gestalten. Die Verknüpfung Leine - dooooof - Spass vorbei oder sogar nach Hause sollte möglich nicht entstehen.
Blickkontakttraining. Wo die Augen des Hundes sind, ist auch sein Hirn
Entweder gezielt üben und/oder jeden freiwilligen Blickkontakt bestätigen. Mit etwas, was der Hund mag. Auch bei meinen Erwachsenen quittiere ich jeden Blick zu mir zumindest mit einem kleinen Nicken oder Augenzwinkern und der Hund geht wieder seiner Wege. Blickkontakt in schwierigen Situationen erntet auch bei den Grossen noch Lecker.
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